OpenGewerk

Software für Betreiber von Gebäuden und ihre Haustechnik

Ein quelloffenes CAFM für das technische Gebäudemanagement. OpenGewerk Haustechnik führt Liegenschaften, Gebäude, Räume und technische Anlagen in einem Datenmodell, dazu die Pflichten, die an ihnen hängen, und die Nachweise, mit denen sie erfüllt werden. Rundgänge und Prüfungen laufen auf dem Telefon auch ohne Netz. Die Software läuft auf dem eigenen Server und kostet keine Lizenz.

Bild vergrößern: Übersicht im Büro mit sechs Zahlen von überfällig über nie erfasst bis Mängel über Frist, darunter die Pflichten, die in den nächsten 30 Tagen fällig sind, und rechts die Pflichten ohne einen einzigen Nachweis
EntwurfDie Übersicht der Technischen Leitung: überfällig, bald fällig, nie erfasst und Mängel über ihrer Frist.

Für wen sie gebaut wird

Für Organisationen, die Gebäude betreiben und dafür eigenes technisches Personal haben, von fünf bis zu einigen hundert Gebäuden: Kliniken und Pflegeeinrichtungen, Bildungsträger und Schulträger, Wohnungsunternehmen, Kommunen, kirchliche Träger und Unternehmen mit eigener Werks- oder Haustechnik. Dazu Dienstleister, die den technischen Betrieb für mehrere Auftraggeber führen.

Montagmorgen der Technischen Leitung

Welche Prüfung ist überfällig, welche wird in den nächsten 30 Tagen fällig, zu welcher Anlage gibt es eine Pflicht, aber noch keinen einzigen Nachweis, und welche Mängel sind über ihrer Frist? Eine Seite beantwortet das.

Rundgang im Keller ohne Netz

Punkte abarbeiten, die Warmwassertemperatur messen, einen Zähler ablesen, einen Mangel mit Foto festhalten, unterschreiben. Oben im Flur gleicht das Telefon ab.

Begehung durch Behörde oder Versicherer

Die Nachweise aller Aufzüge der letzten Jahre vorlegen, mit Prüfer, Datum, Ergebnis und Bescheinigung, ohne einen Ordner zu suchen.

Eine neue Liegenschaft

Gebäude und Räume anlegen, die Anlagen vor Ort aufnehmen, mit Foto vom Typenschild und gescannter Seriennummer, und das System schlägt die Pflichten vor, die zu den Anlagenarten gehören.

Um die Pflicht herum gebaut

Eine Checkliste sagt, was jemand getan hat. Eine Pflicht sagt, was getan werden muss, nach welcher Vorschrift, bis wann, wer dafür einsteht und womit es bewiesen wird. Gebaut ist die Software deshalb um eine Kette: Anlage, Pflicht, Termin, Vorgang, Nachweis.

Ein Rundgang, die Prüfung durch eine Fremdfirma und ein Wartungsauftrag sind drei Wege, dieselbe Pflicht zu erfüllen, und alle drei schreiben in dieselben Daten. Wann eine Anlage das nächste Mal dran ist, folgt aus ihren Pflichten und Nachweisen und steht in keinem Feld, das jemand pflegen müsste.

„Nie erfasst“ ist dabei ein eigener Zustand vor „überfällig“. Eine bestätigte Pflicht ohne einen einzigen Nachweis ist genau das, was in einer Tabelle als leeres Feld untergeht.

Bild vergrößern: Akte eines Trinkwassererwärmers mit seinen Pflichten, dem letzten Nachweis, dem nächsten Termin und dem Zustand je Pflicht, darunter Nachweise, ein offener Mangel und rechts Stammdaten, Standort, Komponenten, Etikett und Dokumente
EntwurfDie Akte einer Anlage: Pflichten, Nachweise und Mängel an einer Stelle.
Bild vergrößern: Pflichtart Untersuchung auf Legionellen aus dem Paket Trinkwasser mit Tätigkeit, Fundstelle, Art der Frist und Qualifikation, ihrem Geltungsbereich, den Regeln mit Gültigkeitszeitraum und dem Stand der fachlichen Abnahme
EntwurfEine Pflichtart im Katalog, mit Fundstelle, Regeln und Abnahme.

Pflichten sind Daten mit Fundstelle

Welche Prüfung für welche Anlagenart gilt, in welchem Abstand, durch wen und nach welcher Vorschrift, steht in offenen Pflichtenpaketen: mit Fundstelle, Gültigkeitszeitraum und Geltungsbereich, als Daten im Repository. Eine geänderte Vorschrift ist ein neuer Datensatz mit Gültigkeitsbeginn; eine neue Programmfassung braucht es dafür nicht.

Das System schlägt vor, der Betreiber entscheidet. Ob eine Pflicht für eine Anlage gilt, hängt an Tatsachen, die keine Software kennt, an der Baugenehmigung etwa oder an der Gefährdungsbeurteilung. Ein Mensch bestätigt deshalb, und wer einen Vorschlag verwirft, begründet das, denn auch diese Entscheidung muss sich später belegen lassen.

Jeder Eintrag sagt, wann er zuletzt gegen seine Quelle geprüft wurde und ob jemand vom Fach ihn abgenommen hat. Ein offener Katalog deckt weniger ab als ein redaktionell gepflegter Regelwerksdienst, und so steht es auch im Katalog.

Die Pakete auf GitHub

Rundgänge im Keller, auch ohne Netz

Technikzentrale, Keller und Aufzugsschacht haben selten Empfang. Rundgänge und Prüfungen laufen deshalb auf dem Telefon vollständig ohne Verbindung: Prüfpunkt, Messwert mit Grenzwert, Zählerstand, Foto und Bemerkung, jede Eingabe sofort auf dem Gerät gesichert. Mit dem nächsten Empfang gleicht das Gerät ab, und ein Konflikt landet auf einem eigenen Bildschirm, wo ein Mensch entscheidet.

Ein Punkt eines Rundgangs kann eine Pflicht erfüllen. Die monatliche Funktionskontrolle im Rundgang ist dann der Nachweis dieser Pflicht, ohne zweite Erfassung. Ein „nicht in Ordnung“ wird mit der Unterschrift ein Mangel an der Anlage, ebenso ein Messwert außerhalb seines Grenzwerts.

Abgegeben wird ein Rundgang erst, wenn jeder Punkt eine Antwort hat. „Entfällt“ und „nicht möglich“ sind Antworten und verlangen einen Grund.

Bild vergrößern: Rundgang durch eine Technikzentrale auf dem Telefon, fünf von sechs Pflichtpunkten beantwortet, mit Temperaturen, Prüfpunkten und einem Zählerstand, gegliedert nach Räumen
EntwurfEin Rundgang vor Ort. Jede Eingabe liegt sofort auf dem Gerät, auch ohne Netz.
Bild vergrößern: Festgeschriebener Nachweis zur Temperatur am Speicheraustritt mit dem eingefrorenen Stand, einem Messwert unter dem Grenzwert, Unterschrift und Gegenzeichnung mit dem Fingerabdruck der gezeigten Seite und dem Mangel, der daraus entstanden ist
EntwurfEin Nachweis mit Unterschrift und Gegenzeichnung. Ändern lässt er sich nicht mehr, nur berichtigen.

Ein Nachweis bleibt, wie er unterschrieben wurde

Mit der Unterschrift wird der Stand eingefroren. Sie gilt genau der Seite, die gezeigt wurde, und die Datenbank lehnt jede spätere Änderung ab, auch die des Administrators und gleich, auf welchem Weg sie kommt.

Berichtigt wird durch einen neuen Nachweis, der den alten nennt, und beide bleiben lesbar. Ein Zurücksetzen, das Antworten und Unterschriften löscht, gibt es nicht. Ein Nachweis entsteht aus einem Protokoll, aus einem Punkt eines Rundgangs oder aus dem Bericht einer Fremdfirma, mit Prüfer, Datum und Ergebnis.

Bereiche, Rechte und Mitbestimmung

Zuständigkeitsbereiche

Wer für die Liegenschaften im Norden zuständig ist, sieht und bearbeitet die im Süden nicht, und sein Gerät hält sie nicht. Durchgesetzt wird das in der Datenbank, für jeden Weg, auf dem jemand zugreift. Mehrere Betreiber auf einer Instanz sind voneinander getrennt.

Rollen und Rechte

Vier Rollen sind dabei: Leitung, Technische Leitung, Objektleitung und Haustechnik. Eigene Rollen kann der Betreiber dazu anlegen. Kein Recht ändert oder löscht einen Nachweis, ersetzt eine Unterschrift oder überspringt eine Abnahme.

Mitbestimmung

Die Software hält fest, wer einen Nachweis unterschrieben hat, weil das sein Zweck ist. Sie wertet nicht aus, wer wie viel oder wie schnell arbeitet, und sie führt keine Ranglisten.

Was eine Arbeitnehmervertretung vor der Einführung wissen will, steht in einer Verfahrensbeschreibung, die ein Test gegen den Code hält. Eine Vorlage für die Betriebs- oder Dienstvereinbarung verweist auf sie, und jede Zusage darin hat einen Test. Rechtlich geprüft ist sie noch nicht.

Betrieb durch einen Dienstleister

Betreibt ein Dienstleister die Instanz für einen Betreiber, ist er Auftragsverarbeiter. Eine Vorlage für den Vertrag nach Art. 28 DSGVO liegt hier, mit den technischen und organisatorischen Maßnahmen der Anwendung als Anlage. Rechtlich geprüft ist sie noch nicht.

Was sie anders macht als kommerzielle CAFM-Systeme, Instandhaltungssoftware und Excel

Verglichen wurde mit zwölf CAFM-Systemen, zwölf quelloffenen Systemen, zehn mobilen Checklisten- und Wartungswerkzeugen und den öffentlichen Vergaben seit 2024, Stand Oktober 2026. Angaben zu kommerziellen Systemen sind Herstellerangaben.

OpenGewerk Haustechnik im Vergleich zu den üblichen Werkzeugen
Bestehende LösungSchwächeOpenGewerk Haustechnik
Kommerzielle CAFM-SystemeLizenz je Arbeitsplatz, Nutzer oder Fläche. Das Regelwerk ist eine zweite Lizenz bei einem Dritten, die mobile Lösung oft ein eigener Posten.Keine Lizenzkosten und keine Nutzerlimits, der Pflichtenkatalog als offene Daten, die Arbeit vor Ort im Kern.
Quelloffene InstandhaltungssoftwareKein deutscher Pflichtenkatalog, Fristen sind freie Intervalle ohne Herkunft. App, Arbeit ohne Netz oder Wartungsplanung gibt es häufig nur in der bezahlten Fassung.Alles in einem Repository unter der AGPL-3.0, ohne Lizenzschlüssel und ohne Mengengrenze. Pflichten mit Fundstelle, Gültigkeit und Geltungsbereich.
Mobile Checklisten-WerkzeugeFormulare ohne Liegenschaft, Anlagenakte und Pflicht. Fast alle laufen nur in der Cloud und kosten je Nutzer.Der Rundgang hängt am selben Datenmodell wie Anlage, Pflicht und Nachweis.
Excel-Listen und PapierEin Termin, der nie eingetragen wurde, fällt niemandem auf. Ein Nachweis lässt sich nachträglich ändern.„Nie erfasst“ ist ein eigener Zustand vor „überfällig“, und ein Nachweis ist mit der Unterschrift eingefroren.

Wofür sie nicht die richtige Wahl ist

  • Flächenmanagement mit CAD und BIM oder Grundrisse mit anklickbaren Räumen.
  • Mietverwaltung und Nebenkostenabrechnung, Reinigungs- und Umzugsmanagement. Das ist kaufmännisches und infrastrukturelles Gebäudemanagement.
  • Das Steuern von Anlagen. Eine Gebäudeleittechnik wird gelesen und nie geschaltet, und auch das erst in einer späteren Phase.
  • Ausschreibungen, die eine Zertifizierung nach GEFMA 444, zertifizierte Rechenzentren und eine Organisation für Schulung und Support verlangen. Dort sind die etablierten Anbieter besser aufgehoben.

Dasselbe Fundament wie die Handwerkersoftware

Mandantentrennung in der Datenbank, Anmeldung mit zweitem Faktor, Rechte, der Abgleich ohne Netz, das Änderungsprotokoll mit Hashkette und die Engines für Regeln, Fristen und Formulare kommen aus dem Repository der Handwerkersoftware, wo sie in eigenen Paketen liegen; die Haustechnik bindet einen festen Stand davon ein. Eine Sicherheitskorrektur dort kommt so auch hier an.

Wie weit sie ist

Phase 1, der Umfang für den ersten produktiven Einsatz bei einem Träger mit rund zwanzig Liegenschaften, ist fertig und als Fassung 0.1.0 am 15.10.2026 erschienen; die neueste ist 0.2.5 vom 30.10.2026. Darin stehen Liegenschaften bis zum Raum, Anlagen mit Akte, Import, Etiketten und Zählern, das Pflichtenverzeichnis mit Vorschlägen aus den Paketen und seinen Fristen, Prüfungen vor Ort mit Unterschrift, Nachweise mit PDF, Mängel, Aufträge im Büro und vor Ort, die Rundgänge ohne Netz, Dokumente, Erinnerungen per E-Mail und Push und der Import aus der bisherigen Anwendung.

Phase 2 kam zuerst in Zwischenfassungen und ist als Fassung 0.2.0 am 21.10.2026 erschienen, nach einer externen Sicherheitsprüfung in zwei Teilen: Störmeldungen mit und ohne Konto, der Leistungsnachweis, Lager, Fremdfirmen und Verträge, die Pflichtenübertragung, die Pakete Raumluft und Kälte, Heizung sowie Förderanlagen und Arbeitsmittel, eigene Rollen, die Funktionen der DSGVO, die Elektro-Struktur einer Anlage bis zum Stromkreis mit den Messwerten je Stromkreis, die PV-Struktur mit Wechselrichtern, Strings und Modulen und die Signatur der Instanz an jedem PDF mit Unterschrift. Der Pilotbetrieb hat seine bisherige Anwendung danach abgeschaltet.

Stand und FahrplanDas Konzept

Häufige Fragen zur Haustechnik

Was kostet OpenGewerk Haustechnik?

Keine Lizenzgebühren. Die Software steht unter der AGPL-3.0 und läuft auf einem Server, den der Betreiber selbst stellt oder mietet. Es gibt keine Kosten je Nutzer, Arbeitsplatz oder Fläche, und auch die Pflichtenpakete kosten nichts: ein Paket gegen Geld wäre dieselbe Bezahlgrenze an anderer Stelle.

Kann ich sie heute schon einsetzen?

Ja, als frühe Fassung. Phase 1, der Umfang für den ersten produktiven Einsatz, ist am 15.10.2026 als Fassung 0.1.0 erschienen. Phase 2 mit Störmeldungen, Lager, Fremdfirmen, weiteren Paketen, den Funktionen der DSGVO und signierten PDFs folgte nach einer externen Sicherheitsprüfung am 21.10.2026 als 0.2.0; die neueste Fassung ist 0.2.5 vom 30.10.2026. Installiert wird aus dem Paket der Release-Seite mit einem Befehl, die Abbilder sind signiert. Der Pilotbetrieb hat zuerst neben seiner bisherigen Anwendung gearbeitet und diese nach Phase 2 abgeschaltet.

Bringt sie einen vollständigen Pflichtenkatalog mit?

Dabei sind die Pakete Elektro, Brandschutz, Trinkwasser, Raumluft und Kälte, Heizung sowie Förderanlagen und Arbeitsmittel, dazu Messstellen und Allgemein und das Landesrecht von Baden-Württemberg. Weitere Länder folgen in späteren Phasen. Jeder Eintrag nennt seine Fundstelle und sagt, ob er fachlich abgenommen ist. Einen redaktionellen Regelwerksdienst ersetzt der Katalog nicht, und wer einen solchen Dienst lizenziert hat, soll dessen Inhalte später übernehmen können.

Wo liegen die Daten?

Auf dem Server, auf dem die Instanz läuft. Es gibt keine Telemetrie, keinen Lizenzserver und keine Registrierung. Mehrere Betreiber auf einer Instanz, etwa bei einem Dienstleister mit mehreren Auftraggebern, sind in der Datenbank voneinander getrennt.

Wie hängt sie mit der Handwerkersoftware zusammen?

Beide stehen auf demselben Fundament, sind aber getrennte Anwendungen mit eigener Datenbank. Die Handwerkersoftware führt Kunde, Objekt, Anlage, Auftrag und Beleg, die Haustechnik die Seite des Betreibers: Liegenschaft, Gebäude, Raum, Anlage, Pflicht und Nachweis, ohne Belege und ohne Buchhaltung. Beide laufen auf Wunsch auf demselben Server, jede unter einem eigenen Hostnamen.