OpenGewerk

Buchhaltung im selben Programm wie der Auftrag

Viele Handwerkerprogramme schreiben Rechnungen und geben die Zahlen an ein zweites Programm weiter. Der Betrieb zahlt dann zweimal, pflegt zwei Stammdatensätze, und an der Nahtstelle entstehen die Fehler. OpenGewerk soll die Buchhaltung im selben Datenmodell führen wie den Auftrag.

Was heute schon steht

Von der Buchhaltung selbst ist noch nichts gebaut: kein Journal, keine offenen Posten, kein Abschluss. Von der ersten Stufe stehen Angebot, Auftragsbestätigung, Regiebericht, Abschlags- und Schlussrechnung, die Rechnung über mehrere Regieberichte und Storno, als PDF und als E-Rechnung. An einer Abschlagsrechnung wird erfasst, was darauf eingegangen ist, und die Schlussrechnung zieht genau das ab. Lieferschein und Gutschrift fehlen noch. Darunter liegen Nummernkreise mit Festschreibung, das Audit-Log mit der Hashkette und die Regel-Engine mit den gesetzlichen Werten. Der produktive Einsatz beginnt im eigenen Betrieb und erst nach einem bestandenen Parallelbetrieb neben der bisherigen Lösung.

Der Fahrplan im Einzelnen

Geplant in vier Stufen

Die Buchhaltung wächst gestaffelt. Jede Stufe ist für sich benutzbar, und keine verlangt, dass die darüber schon fertig ist.

Stufe 1: Belege

Angebot, Auftragsbestätigung, Lieferschein, Regiebericht, Abschlags- und Schlussrechnung, Storno und Gutschrift. Beträge und Steuer stehen an der Position, gerechnet wird mit dem Belegdatum.

Stufe 2: Journal

Doppelte Buchführung mit eigenem Kontenrahmen, offene Posten, Mahnwesen mit Verzugszinsen, Bankanbindung und Zuordnung der Zahlungen.

Stufe 3: Abschluss

Einnahmenüberschussrechnung, Umsatzsteuer-Voranmeldung, Anlagenbuchhaltung mit Abschreibung, am Ende Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung.

Stufe 4: Prüfung

DATEV-Export für die Kanzlei und die Datenzugriffsarten Z1 bis Z3 für die Betriebsprüfung.

Festschreiben nach GoBD

Ein Beleg ist entweder Entwurf oder festgeschrieben. Danach ändert sich an ihm nichts mehr: eine Korrektur ist ein Storno und ein neuer Beleg, beides nachvollziehbar. Belegnummern sind je Kreis und Jahr lückenlos.

Darunter liegt ein Audit-Log auf Feldebene mit einer Hashkette. Die Sicherung hält den Kopf dieser Kette fest, ein Prüflauf hält ihn später gegen die laufende Datenbank. Damit lässt sich belegen, dass nachträglich nichts verändert wurde.

Bild vergrößern: Festgeschriebene Schlussrechnung mit Positionen und abgezogenen Abschlägen, rechts die E-Rechnung als ZUGFeRD-PDF und XRechnung, die Zahlungseingänge und der Versand per E-Mail
EntwurfEin festgeschriebener Beleg. Ändern lässt er sich nicht mehr, nur stornieren.

E-Rechnung

XRechnung und ZUGFeRD im Ausgang, seit September 2026 gebaut. Ob eine Rechnung als E-Rechnung hinausgeht, entscheiden die Stammdaten des Kunden: an ein Unternehmen im Inland als E-Rechnung, an eine Privatperson als PDF. Nach dem Festschreiben stehen beide Dateien bereit, das ZUGFeRD-PDF für Unternehmen und die XRechnung für Behörden.

Jede XRechnung wird vor dem Speichern gegen das XML-Schema geprüft, und Musterrechnungen laufen bei jeder Änderung gegen den Validator der KoSIT und gegen Mustang. Auf Wunsch geht die Rechnung direkt per E-Mail an den Kunden. Der Empfang eingehender E-Rechnungen kommt mit Phase 3 dazu.

Gesetzliche Werte als Datensatz

Steuersätze, Fristen und der Basiszinssatz nach §247 BGB stehen in versionierten Regelpaketen mit Gültigkeitszeitraum und Fundstelle. Ein neuer Basiszinssatz ist damit ein neuer Eintrag; eine neue Programmfassung braucht es dafür nicht.

Für einen Tag, für den kein belegter Wert vorliegt, gibt die Engine keine Antwort.

Geplant: Der Steuerberater arbeitet mit

Die Kanzlei soll einen begrenzten Zugriff auf die Instanz bekommen: abgestufte Rechte, ein Zugriffslog, Rückfragen direkt am Beleg und Buchungsvorschläge, die der Betrieb freigibt.

Zum Kanzlei-Hub, der alle Mandanten eines Beraters in einer Anwendung bündelt.