OpenGewerk

OpenGewerk im Vergleich zu anderer Handwerkersoftware

Verglichen wurde vor dem ersten Entwurf mit openHandwerk, plancraft, HERO, TAIFUN und STREIT, sevdesk und Lexware sowie Odoo, SAP FSM und Dynamics. Aus diesem Vergleich sind die Entscheidungen entstanden, die das Projekt tragen.

Die acht Punkte, an denen es auseinandergeht

ThemaHäufig bei anderenIn OpenGewerk
Vollständige BuchhaltungHäufig endet der Funktionsumfang beim DATEV-Export, die eigentliche Buchhaltung läuft in einem zweiten Programm.Eigenes Journal, offene Posten, EÜR, Umsatzsteuer-Voranmeldung, Anlagenbuchhaltung, später Bilanz und GuV.
Funktionen je TarifSchnittstellen wie GAEB oder erweiterte Stammdaten liegen oft in einem höheren Tarif.Es gibt keine Tarife und damit keine Funktion, die erst ab einer Stufe mitkommt.
KostenLaufende Kosten je Benutzer und Monat, in der Recherche meist im Bereich von 25 bis 75 Euro.Keine Lizenzkosten. Es bleibt der Aufwand für den Server und für die Einrichtung.
Wo die Daten liegenBeim Anbieter, mit dessen Rechenzentrum und dessen Zeitplan für Wartung.Auf dem Server des Betriebs. Keine Telemetrie, kein Lizenzserver, keine Registrierung.
Elektro und PVMeist ein allgemeiner Gewerkefokus, die Anlage endet als Freitextfeld oder als Dateianhang.Anlagenakte bis zum Stromkreis, Prüfprotokolle, Messgeräte-Import, PV-Dokumentation.
SteuerberaterAnbindung über Export oder einen zweiten Zugang mit vollem Einblick.Eigener Hub mit abgestuften Rechten, Zugriffslog, Rückfragen am Beleg und Vorschlägen zur Freigabe.
Offline auf der BaustelleOft vorhanden, die Tiefe reicht von einem Zwischenspeicher bis zu vollem Weiterarbeiten.Datenschicht auf dem Gerät, Postausgang, eigener Bildschirm für Konflikte, dieselben Regeln auf beiden Seiten.
QuelltextGeschlossen. Was das Programm rechnet, lässt sich nicht nachlesen.Offen unter AGPL-3.0, einschließlich Konzept, Architekturentscheidungen und Fahrplan.

Stand der Prüfung: September 2026, zusammengefasst aus der eigenen Recherche vor dem Projektstart. Anbieter ändern ihren Funktionsumfang und ihre Preise, und die linke Spalte trifft nicht auf jedes Produkt in gleichem Maß zu. Wer vergleicht, prüft die Punkte am besten selbst nach. Die vollständige Tabelle steht in der Feature-Gliederung, Abschnitt 11.

Wofür OpenGewerk heute nicht die richtige Wahl ist

Ein Vergleich, der nur die eigenen Stärken auflistet, ist eine Anzeige. Diese Punkte sprechen sachlich gegen OpenGewerk, und zwar heute und auf absehbare Zeit.

  • Wer sofort loslegen muss. Vom Angebot bis zur Rechnung samt E-Rechnung ist gebaut, mit Zeiterfassung und Prüfprotokoll, aber der erste Pilotbetrieb steht noch bevor, und die Buchhaltung fehlt. Wer morgen umstellen muss, stellt besser nicht auf eine Software um, die noch kein Betrieb im Alltag benutzt hat.
  • Wer keinen Server betreiben will. Self-hosted heißt, dass jemand die Maschine stellt, aktualisiert und die Sicherung im Blick hat. Das ist Aufwand, auch wenn die Software ihn klein hält.
  • Wer Telefonsupport mit Reaktionszeit braucht. Es gibt ein Projekt mit Discussions, einem Discord und einem Subreddit, keinen Vertrag und keine Hotline.
  • Wer ein anderes Gewerk führt. Kaufmännisch passt OpenGewerk überall, fachlich geht es zuerst in Elektro und PV in die Tiefe. Für ein Dachdecker- oder SHK-Unternehmen bringt dieser Teil heute nichts.

Häufige Fragen zum Vergleich

Ist OpenGewerk eine Alternative zu openHandwerk oder plancraft?

Das Ziel ist es, für Elektro- und PV-Betriebe eine zu werden. Heute ist es noch keine: vom Angebot über Regiebericht, Zeiterfassung und Prüfprotokoll bis zur Rechnung samt E-Rechnung und Versand per E-Mail ist gebaut, was ein Auftrag braucht, aber im Alltag eines Betriebs erprobt ist es noch nicht, und die Buchhaltung fehlt. Wer jetzt ein erprobtes System braucht, ist mit einem der etablierten Anbieter besser bedient.

Ersetzt OpenGewerk sevdesk oder Lexware?

Später ja, das ist der ausdrückliche Anspruch des Finance-Moduls. Der Umstieg ist aber erst nach einem bestandenen Parallelbetrieb vorgesehen, bei dem beide Systeme eine Zeit lang nebeneinander laufen und dieselben Zahlen liefern müssen.

Warum nicht Odoo, Dolibarr oder ERPNext?

Alle drei sind quelloffen, lassen sich selbst hosten und bringen CRM und ERP mit. Sie bleiben aber allgemeine Systeme für jede Branche. Die Tiefe, um die es hier geht, also Anlage, Stromkreis, Prüfprotokoll und Messgeräte-Import, müsste dort als eigenes Modul entstehen und mit jedem Versionssprung nachgezogen werden. In OpenGewerk gehört sie von Anfang an zum selben Datenmodell wie Kunde, Auftrag und Rechnung.

Was, wenn das Projekt eingestellt wird?

Der Quelltext ist offen und die Daten liegen in einer gewöhnlichen PostgreSQL-Datenbank auf dem eigenen Server. Eine laufende Installation hört nicht auf zu laufen, und niemand kann sie abschalten. Das ist kein Versprechen auf ewige Pflege, aber es ist mehr, als ein gekündigter Vertrag übrig lässt.

Fehlt in dieser Tabelle etwas?

Wer eines der genannten Systeme im Alltag benutzt, sieht Dinge, die keine Produktseite verrät. Widerspruch ist hier ausdrücklich willkommen und verbessert die Einschätzung.